Banner - Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Nordrhein-Westfalen
Sie befinden sich hier: >> Dienstleistungen >>

Energiecheck

Rückstau von Abgasen


Abgasrückstau – CO Unfälle bei extremen Witterungsverhältnissen

Verzichten Sie nicht auf das wichtigste Glied der Sicherheitskette

Moderne Gasgeräte renomierter Hersteller in Deutschland weisen einen sehr hohen Sicherheitsstandard auf. Auch das installierende Fachhandwerk beachtet selbstverständlich alle einschlägigen Sicherheitsstandards. Darüber hinaus kommt es durch gesetzliche Vorgaben zur Überprüfung der Betriebssicherheit von Gasgeräten durch das Schornsteinfegerhandwerk in Deutschland im europäischen Vergleich nur zu wenigen CO-Unfällen.


Sicherheitsabschaltungen bei modernen Gasgeräten

Sofern es bei ungünstigen Witterungslagen, wie hohe Außentemperaturen oder unstetiger Wind zu Störabschaltungen der Gasfeuerstätte kommt, ist allerdings äußerste Vorsicht geboten. Es ist nicht auszuschließen, dass Störabschaltungen aufgrund bestehenden Rückschlags von Abgasen in den Wohnbereich erfolgen. Bei nicht oder schlecht gewarteten Gasfeuerstätten kann dies zu CO-Unfällen und Vergiftungen führen.

Durch ungünstige Witterungslagen können die Abgase möglicherweise nicht vollständig entweichen, der nätürliche Schornsteinzug funktioniert nicht oder nur unzureichend. Die so genannte Abgasüberwachungseinrichtung spricht meistens an und moderne Geräte schalten auf Störung. Bei älteren Geräten erfolgt häufig gar keine Störabschaltung, die Abgase schlagen unkontrolliert in den Raum zurück.


Was kann bei Abgasgeruch getan werden?
 

Gerade bei Gasfeuerstätten, die auch der Warmwasserbereitung dienen, erfolgt der Betrieb auch bei extremen Außentemperaturen. Bei hohen Außentemperaturen werden häufig zur Vermeidung von Wärmebelästigung in der Wohnung tagsüber alle Fenster dicht geschlossen. Damit wird der Feuerstätte die Verbrennungsluftzufuhr versperrt. Es ist grundsätzlich bei hohen Außentemperaturen empfehlenswert, bei Betrieb eines Gasgerätes in der Wohnung ein vorhandenes Fenster im Aufstellungsraum zu öffnen.

Zu Kohlenmonoxidunfällen (CO-Unfällen) kommt es vorwiegend dann, wenn durch nicht gewartete Gasfeuerstätten hohe CO - Konzentrationen entstehen und Abgase in den Raum ausströmen.

Kurzfristige Maßnahmen:

  • Wenn die letzte Wartung länger als ein Jahr zurückliegt sollten Sie unbedingt eine Wartung durch einen Innungsfachbetrieb des Installateurhandwerks durchführen lassen. Bitte beauftragen Sie keine Billiganbieter, es geht um Ihre Sicherheit!
  • Nehmen Sie kein Wannenbad und duschen sie nur mit weit geöffneten Fenstern.
  • Beauftragen Sie Ihren Schornsteinfegermeister mit einer umfassenden Sicherheitskontrolle Ihres Gasgerätes. Eine solche Überprüfung beinhaltet auch eine Messung des CO-Gehaltes der Abgase.

 

Langfristige Maßnahmen:

  • Montage eines geeigneten Schornsteinaufsatzes, einer geeigneten Schornsteinerhöhung, einer thermischen Abgasklappe oder eines rotierenden Windventilators. Solche Windventilatoren sorgen schon bei geringsten Winden für zusätzlichen Auftrieb.
  • Modernisierung des Gasgerätes und Anpassung des Schornsteins an das Gasgerät. Nur diese Maßnahme sorgt für die höchste Effizienz und Sicherheit. Die Kosten hierfür sind alleine durch die Einsparung an Energie häufig schon nach wenigen Jahren refinanziert.

Abgasprobleme erfordern immer individuelle Lösungen, nicht jede Maßnahme ist für jedes Problem gleichermaßen geeignet. Bitte fragen Sie für weitere individuelle Auskunft Ihren Schornsteinfegermeisterbetrieb.  

Bei der Suche hilft Ihnen die regional zuständige Schornsteinfegerinnung